• DerGrosseNeustart

    Deloitte: Wir machen Nachhaltigkeit messbar

    „Wir haben uns verpflichtet, Nachhaltigkeit global messbar zu machen“, sagt Volker Krug, CEO Deloitte Deutschland. Das umsatzstärkste Wirtschaftsprüfungsunternehmen der Welt ist aktiver Vorantreiber der Transformation. Schon im Herbst 2020 hatten sich die vier größten Wirtschaftsprüfer, zusammen mit dem World Economic Forum, erstmals auf die Einführung eines konkreten Maßnahmenkatalogs für die Messung der Nachhaltigkeit geeinigt. Nun wird umgesetzt. „Es geht um langfristigen unternehmerischen Erfolg“, so Volker Krug. „Die ESG’s sind zwar nicht der alleinige Erfolgsfaktor, aber doch ein enormer.“ Wir sprechen über die vielen neuen EU- und Regierungsrichtlinien zu Klima & Nachhaltigkeit und wie diese von der Wirtschaft realisiert werden können. Weshalb es nur „mit Mut, Ehrlichkeit, Freude und dem Blick nach vorn geht.“ Über Deloitte’s World Class Education Challenge, 50 Millionen Menschen bis 2030 weltweit zu einer besseren Bildung zu verhelfen. Und: Natürlich darüber, wie ein guter Neustart in ein besseres Sozial- und Wirtschaftssystem nach Covid-19 gelingt.

    Vereinte Nationen: Wir brauchen einen Paradigmenwechsel

    Die Vereinten Nationen rufen auf zur Großen Transformation: “Wir befinden uns in einer Zeit radikaler Unsicherheit – und brauchen einen Paradigmenwechsel”, sagt Achim Steiner, #3 bei den VN und Leiter der größten Organisation, dem Entwicklungsprogramm. Mit 17.000 Mitarbeitern und einem Jahres-Budget von 5 Milliarden Dollar ist er zuständig für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele und damit für die Abschaffung der weltweiten Armut. “Wir müssen den wirtschaftlichen Kompass komplett neu ausrichten, die Dominanz des Bruttosozialprodukts überwinden.” Achim Steiner spricht über die angebrochene Epoche des Anthropozäns, in der schon heute der Mensch über die Natur herrscht. Wie eine Abkehr vom Wirtschaftswachstum den Krieg gegen die Natur beenden kann, ob der globale “Schulden-Tsunami“ einen Schuldenschnitt zur Folge hat, weshalb durch Covid-19 Hunderte Millionen Menschen neu in die Armut abgerutscht sind und es unverantwortlich ist, dass 10 reiche Länder 87 Prozent des weltweiten Impfstoffes haben. Wir brauchen, so Steiner, „gerade jetzt einen starken Multilateralismus und einen neuen Gesellschaftsvertrag, der festlegt, wie wir in Zukunft miteinander umgehen wollen.“ Es wird nur im Einklang mit der Natur gehen.

    Siemens: Die beste Fabrik der Welt

    Siemens setzt neue Standards in der Industrie 4.0: Das Elektronikwerk in Amberg wurde vom World Economic Forum zum „globalen Leuchtturm“, zu einer der „besten Fabriken der Welt“ gekürt. Durch konsequente Automatisierung und Digitalisierung – vom Internet der Dinge, Digitale Zwillinge, Smart Robotics, bis Cloud und Edge Computing. Cedrik Neike, Siemens-Vorstand und CEO Digital Industries: „Größe macht keinen Unterschied. Für Unternehmen im 21. Jahrhundert sind wichtig: Flexibilität, Digitalisierung und das Handeln im Eco-System.” Weshalb der Mensch im Zentrum von allem bleibt, die Ampel in diesem weltweiten Umbruch auf Kooperation steht, Siemens schon früh BioNTech unterstützt hat, Partnerschaften mit SAP, Google und Co. eingeht, jeder Mitarbeiter seine eigene App bauen soll, Berlin Keimzelle der Industriellen Revolution wird und wir uns alle weg vom Ego-System, hin zum Eco-System bewegen müssen. Eine spannende Reise. 

     

    Europäische Handelskammer in China: Asien gehört die Zukunft

    „Nur 9 von 1.700 europäischen Unternehmen vor Ort profitieren von Chinas Seidenstraßen-Projekt“, sagt Jörg Wuttke, Präsident der Europäischen Handelskammer in Peking. Trotzdem gilt: „Wer Asien verpaßt, der verpaßt ein globaler Spieler zu sein.“ Vor über 30 Jahren in China angekommen, hat Jörg Wuttke bereits die deutsche Handelskammer mitbegründet. Heute ist er zudem Chairman der China Task Force der OECD sowie Mitglied des Beratergremiums des Mercator Institute for China Studies. Mit diesem hat er die gerade Studie veröffentlicht: „Entkopplung – Getrennte Wege und Patchwork-Globalisierung.“ Ein Rundumgespräch über europäisch-chinesische Wirtschaftsinteressen.

    Mehr Informationen: http://www.europeanchamber.com.cn/en/home, http://weforum.org, http://sibyllebarden.com

    Christie’s: Der globale Kunstmarkt als Spiegelbild der Zeitenwende

    „Alle zehn Jahre durchleben Kunst- und Wirtschaftsmarkt eine tiefgreifende Erschütterung“, so Professor Dirk Boll, erster deutscher Präsident beim Londoner Auktionshaus Christie’s. „Aber diese ist anders.“ Wie anders, und weshalb die „Pandemie zu einem fundamentalen Umbruch etablierter Verhältnisse führt“, darüber spricht der Top-Manager im Podcast “Der Große Neustart”. Von der Turbo-Digitalisierung als Rettungsanker, dem enormen Einfluß globaler Bewegungen auf die Kunst, die Nicht-Verhandelbarkeit von ESG-Richtlinien, einem asiatischeren 21. Jahrhundert und wie man als Weltmarktführer im Kunst- und Antiquitätenmarkt auch nach zweieinhalb Jahrhunderten neue Trends setzt. Der Kunsthändler veröffentlichte gerade sein Buch zur Situation: „Was ist diesmal anders? Wirtschaftskrisen und die neuen Kunstmärkte.“