“Der Transformations-Prozess gelingt nur, wenn Städte einen Sitz am Verhandlungstisch haben”, so Dr. Peter Kurz, Vorsitzender des Global Parliament of Mayors. In Den Haag geboren, versteht sich das globale Bürgermeisterparlament als Leitungsgremium von und für Bürgermeister aller Kontinente. Sie teilen die Vision, in der Bürgermeister gleichberechtigte Partner beim Aufbau einer globalen Struktur für eine nachhaltige Welt sind. Warum? Städte sind der Maschinenraum der globalen Wirtschaft – 54 Prozent der weltweiten Bevölkerung lebt hier, erwirtschaftet 85% des gesamten Brutto-Nationaleinkommens – und ist verantwortlich für 80% der CO2-Emissionen.
Beim UN-Klimagipfel in Glasgow stellte Peter Kurz sein Pilotprojekt, den Local Green Deal vor – eine Verpflichtung der Stadt Mannheim, deren Oberbürgermeister er ist, die UN-Nachhaltigkeitsziele auf lokaler Ebene umzusetzen. “Wir brauchen neue Bündnisse, ein völlig neues Bewusstsein.” Warum es nicht genügt, Öl durch Wasserstoff zu ersetzen und weiterzumachen wie bisher, warum Bürgermeister lokale Akteure mit globalem Bewusstsein sind und die Gesellschaft einen ganzheitlichen Ansatz zur Problemlösung braucht.
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„Die Transformation ist eine gesamtgesellschaftliche Kraftanstrengung”, sagt Dr. Susanne Kadner, Initiatorin und Geschäftsführerin der Circular Economy Initiative Deutschland. Überzeugt davon, dass Ökonomie und Ökologie miteinander vereinbar sind, wenn wir in Kreisläufen denken – hat sie 3 Bundesministerien (u.a. Wirtschaft), 23 Unternehmen (u.a. Siemens), 24 Forschungseinrichtungen (u.a. Fraunhofer Institut) und das World Economic Forum gewonnen, und gemeinsam eine Roadmap für die Kreislaufwirtschaft entwickelt. Wie wollen wir leben? Wie funktioniert Wohlstand ohne Verschwendung, wie bauen Unternehmen ihre eigenen Ökosysteme auf, wer sind die neuen Partner? Vom Wegwerfsystem zum regenerativen Modell… ist ein komplexes Unterfangen und „erfordert eine breitflächige Bildungsinitiative in Deutschland.“ Wie weit geht zum Beispiel die Herstellerverantwortung, wie wird mein lineares Produkt ‚Batterie‘ zur zirkulären Dienstleistung? Welche Auswirkungen hat ein Produkt-Pass? Wie messen wir Wachstum? Und vieles mehr.
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„Wir müssen als Europäer denken und handeln, wenn wir mit Asien und Amerika mithalten wollen“, sagt Prof. Dr. Helmut Schönenberger, Gründer und CEO von UnternehmerTUM, Europas größtem Gründer- und Innovationszentrum. Die Schlüsselwörter für diesen Erfolg lauten: Besuch in Stanford, Geburt einer großen Idee, gefolgt von einer noch größeren Investition, um ein digitales Ökosystem zu erschaffen, welches Forschung, Bildung und Unternehmertum vereint. Das war vor 20 Jahren. Glücklicherweise landete seine Idee nicht in der Schublade, sondern direkt auf dem Tisch von Susanne Klatten, der reichsten Frau Deutschlands. Und die ist seit Tag 1 Hauptgesellschafterin bei UnternehmerTUM. „Bis heute haben wir 1.000 Startups erfolgreich auf den Weg gebracht. Im ersten Halbjahr 2021 allein haben unsere Startups 2 Milliarden US$ eingesammelt.“ Und jetzt? Jetzt soll München zu einem der weltweit führenden Innovationscluster werden. Dr. Schönenberger begibt sich dafür im Herbst auf eine neue Reise. Damit es demnächst heißt: München, Stanford, Shanghai.
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Fabian von Heimburg, Co-Founder Hotnest China, WEF Global Shaper, Forbes 30 under 30 China & Asia, Koordinator für den China-Markt des deutschen Startup-Verbandes, Brückenbauer für Startups in China und Europa. „
Wir sind ein Startup in China. Für uns gibt es nur Wachstum. Eine ganze Gesellschaft ist ausgerichtet auf Wissenschaft.” Willkommen im modernen China, dem
Land mit über 900 Millionen Internetnutzern – mehr als die USA und Europa zusammen haben.
Mit Anfang 20 zog Fabian nach Shanghai, gründete eine chinesisch-europäische KI- und Big Data-gesteuerte Plattform, die mit Hilfe von Algorithmen das Konsumverhalten analysiert. “China ist zu 90 Prozent eine positive Geschichte“, sagt er. Bis 2030 wird Chinas Mittelschicht die Hälfte der globalen Mittelschicht ausmachen. Und Europa? „Wir müssen den Digitalmarkt dringend regulieren und schützen. Der ist unsere Zukunft – und nicht vergleichbar mit einer Auto- oder Luftfahrtindustrie. Eher mit unserem Wasser- und Energiesystem.“
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